Dienstag, 29. Januar 2008

Untreue, Stillegung, Umzug, Veränderung

Ich werde jetzt auch untreu. Wie ja so viele. Aber ich habe auch schon länger mit dem Gedanken gespielt.

Ich habe beschlossen, jetzt doch umzuziehen. 3 GB sind zu verführerisch, außerdem steht ja jetzt auch was neues in Bens Leben an. Und "Mit Ben Down Under" fand ich sowieso umständlich. Und überhaupt.

Also, ganz neu und bei der Konkurrenz: The one and only Hey, Mr. Ben

Day Care

Heute angeschaut. Ben könnte theoretisch Freitag anfangen. Aber mal langsam mit den Pferden. Anmeldung wird diese Woche abgegeben, zwei, drei Tage komme ich mit, dann kann der Eumel erst mal "richtig" hin und wird wohl früh wieder abgeholt. Was dann kommt, keine Ahnung. Nur montags und Freitags erst mal. Jens wird ihn dann wohl hinbringen, ist auf seinem Arbeitsweg.

So ganz zufrieden bin ich noch nicht damit. Zum großen Teil sind Jungs in seiner Gruppe, ziemliche Rabauken, die selbst Ben Respekt eingeflößt haben ;-). Aber es scheint recht locker zuzugehen, ist alles andere als steril, sondern laut, kürmelig und lebendig hoch 3. Ich will mir noch zwei, drei andere Center anschauen - dieses hier hatte nur deswegen keine Wartezeit, weil es für die Gegend verhältnismäßig teuer ist. Mal sehen, wie die anderen Center sind, wir werden vermutlich ohnehin wechseln müssen. Wir planen nämlich, ein bißchen länger nach Deutschland zu fahren und für die Zeit mitzubezahlen - nein danke! Dann werden wir ihn rausnehmen müssen. Ob wir ihn dann da wieder unterbringen können - keine Ahnung.

Wichtig ist aber, daß Ben erst mal gut untergebracht ist. Hoffe ich zumindest.

Das wäre wohl der zur Zeit unangenehmste Frosch gewesen, der zu killen ist.

Bruder im Geiste

Bruder im Geiste oder was ist los?- 23.20 Uhr gestern. Pah! Wird ja immer später.

Dafür aber dann heute morgen halb acht jammern, weil der werte Herr ja nicht ausgeschlafen ist.

Montag, 28. Januar 2008

Trouble

Auf dem Spielplatz. Ein großer, dünner Mann, der hinter seinem radelnden Sohn herläuft, blickt auf unseren Ben und meint mit Kennermiene: "He looks like trouble...!"

Sind wohl vorbei die Zeiten, als wildfremde Leute auf uns zugekommen sind und sich darüber ausgelassen haben, wie niiiiedlich und süüüß doch der Kleine sei...




Ach ja, Nr. 11 ist da: linker Eckzahn. Aber das nur am Rande

Knöterich

Ben hat heute Knöterich gefrühstückt. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß er derart motzig ist...quasi ein Wutanfall auf zwei Beinen heute. Unerträglich. Wir gehen jetzt raus.

Frühstück

Der Eumel war heute morgen sehr verwundert und verwunderlich. Verwunderlich, weil er heute morgen bis kurz vor acht geschlafen hat. WOW!

Verwundert, weil wir hin- und hergerannt sind, alles nach draußen gebracht haben und draußen gefrühstückt haben. Ben ist uns dabei die ganze Zeit zwischen den Beinen hergelaufen und wollte "haaammm!". Klar hatte er Hunger - aber nicht so großen, daß er sein angeknabbertes Brötchen weiter essen wollte.

Draußen fand er aber dann doch witzig. Da heute Feiertag ist, gab es was ganz Feines: warme, geschäumte Milch und Croissant mit Marmelade.


Es wurde besser: er wurde gar nicht erst gründlich abgewaschen, sondern durfte fast direkt toben, Mama hat mit dem Gartenschlauch gespielt (Hochstuhl abgespritzt) und alle haben nach dem Frühstück Grünzeugs gerupft. Klasse war das.

Herumtoben hat für Ben heute bedeutet: Ich grabsche mir meinen Sandkipplaster und drehe Runde um Runde ums Auto herum.


Danach klaue ich den großen Blumenpott und schiebe den durch die Gegend. Wenn der langweilig geworden ist, nehme ich den Besen und bringe Papa damit auf die Palme - der hat Angst um sein Auto...einen Kratzer im Lack des Mororrades hat der Kleine damit schon geschafft :-/.


Ich finde übrigens, daß es langsam sauschwer wird, brauchbare Photos von Ben zu produzieren. Das geht eigentlich nur noch beim Essen, da er sonst ständig in Bewegung ist.

Ausflug

Ausflug gestern. Erst zu den The-Rocks-Markets - sehr touristisch mit allerlei Kitsch und Krempel - danach Käffchen für uns, Babycino für den Kurzen.


Danach auf den Observatory Hill in den Park.


Dort war Ben ganz entzückt von den vielen hübschen Menschen - es herrschte gestern ein gewisses Gedränge, da der Hügel mit Aussicht auf die Harbour Bridge sehr hübsch ist. Insgesamt konnten wir vier komplette Hochzeitsgesellschaften in dem Park selber beim Photographiertwerden begucken, eine Hochzeitsgesellschaft war schon in The Rocks, wahrscheinlich, um da irgendwo zu essen, zwei verirrte Gruppen Brautjungfern mit ihren Bräutigamjungmänner (wie heißen die denn noch mal richtig??), alles mögliche an Hochzeitsgefährten (Harleys, Hummer-Stretchlimos, alte Jaguare und ganz gewöhnliche Toyotas mit weißen Bändels) und zwei Hens-Parties.

Also, wenn man in Heiratsstimmung ist: das ist die richtige Gegend dafür. Nicht so fürchterlich romantisch, aber man hat Gesellschaft.

Nun, zurück zu Ben: im Park rumgelaufen, hinter den Mädels hergelaufen, wieder eingesammelt, nach Hause, Jens tierische Kopfschmerzen und ins Bett, Ben herumgetobt bis zehn.

So war das gestern.

Sonntag, 27. Januar 2008

Gut behütet

Ein Hut - da wird der Eumel knatschig, das mag er gar nicht.
Zwei Hüte sind o.K., scheints.



Ach ja, falls sich jemand wundert: er hat seine Mütze aufgehabt, hat den Hut, den ich vorher verzweifelt versucht habe, ihm aufzuziehen, in der Hand gehabt und Ben fordert "haaabn!!" Soll er.

Ben kann...

...einen Traktor an einer Schnur hinter sich her ziehen und rückwärts laufen.

...keine Bauklötze in die passend ausgeschnittenen Öffnungen der Bauklötzetonne stecken. Das dauert ihm zu lange und ist ihm zu kompliziert. Eine Weile ist das ganz lustig, dann aber kommt Ben-Lösung I zum Einsatz: einfach Deckel auf, Bauklötze rein, Deckel zu - fertig! Geht ja auch schneller ;-)

...und wenn er es doch versuchen will und die Klötze passen nicht, weil sie vielleicht von einem anderen Klötze-Satz stammen, dann kommt Ben-Lösung II zum Einsatz: Klotz auf den Deckel hämmern und wütend kreischen...

Australia Day

Gestern war der größte nationale Feiertag hier, nämlich Australia Day. Da feiert man. Was genau? Laut offizieller Gouvernment-Verkündung das:

"On Australia Day we come together as a nation to celebrate what's great about Australia and being Australian. It's the day to reflect on what we have achieved and what we can be proud of in our great nation.

It's the day for us to re-commit to making Australia an even better place for the future."

AHA! Nun ja, dadurch sind wir auch nicht schlauer. Wikipedia sagt uns:

" [...] celebrated annually on 26 January, is the official national day of Australia, commemorating the establishment of the first European settlement on the continent of Australia. The date is that of the foundation of a British penal colony at Sydney Cove on Port Jackson, New South Wales, by Captain Arthur Phillip, who was to become the first Governor.[1] Australia Day is an official public holiday in all states and territories of Australia, and has also been known as Anniversary Day, Foundation Day and Invasion Day."
Hm..."Invasion Day"..und ich habe mich gestern noch gefragt, wie das wohl die Eingeborenen hier sehen. Wohl nicht so fürchterlich positiv. Nun ja, egal, es wird eben gefeiert, wann die Briten in Down Under eingefallen sind. Die meisten fühlen sich ganz fürchterlich patriotisch, daher werden wohl im Laufe des Tages und insbesondere Abends dreimal so viele Alkoholkontrollen durchgeführt wie sonst in einem Monat. Zu recht übrigens...

Wir haben das auch gefeiert. Aber eher zufällig, da wir am Strand zum Picknick verabredet waren. Wie üblich war die Wettervorhersage nicht so sehr genau, jedenfalls haben die versprochenen Schauer wunderbar geschienen und waren sehr sehr warm.

Am Strand konnte man ein bißchen Einblick erhalten, wie die Aussies den Australia Day zelebrieren. Nämlich - Klar: am Strand ;-).

Die Familien haben Picknick gemacht, die Kinder und sich selber mit ein, zwei, drei, mehr patriotischen Nationalflaggen-Tattos verziert und ein Barbeee (Neuastralisch für Barbeque) gemacht. Ich bin übrigens immer noch verwundert, daß eine Nation, die derart gerne grillt, nicht in der Lage ist, eßbare Würstchen zu produzieren. Die Kinder tummeln sich am Strand, die Eltern trinken Bier und grillen ihre ungenießbaren Würstchen. Oder Steaks, die besser sind.

Im Laufe des Nachmittags sind alle gar gegrillt (Würstchen, Kinder und Eltern), das Bier ist alle, die Familien gehen nach Hause und machen Teenagern Platz. Australia Day für Teenager bedeutet: dürre Paris-Hilton-Verschnitte fühlen sich ultracool und grillen sich in knappen Bikinis in der prallen Sonne. Ohne Tattos, denn dann wäre die Bräune ruiniert. Die Jungs - Surfer-Typen zumeist - spielen Cricket am Strand und sind ein zusätzlicher Grund für die Familien, nach Hause zu gehen: die Kinder werden vom Strand vertrieben, en Ball oder Cricket-Schläger könnte die treffen. Männchen sind verziert: im Gesicht, auf der Hühnerbrust oder der komplette Rücken sind mit patriotischen Tattoos verziert. Zusätzlich gehört eine patriotische Bermudas ins Programm.

Strand-Cricket geht so: Ein Männchen mit Ball, ein Männchen mit Schläger, etwa 50 m entfernt, Stöcke, ein, zwei Männchen im Wasser, der rest laut grölend um die Mannschaft. Männchen mit Ball trinkt zwei, drei Schlucke aus seinem Stubbee (Bierdose), wirft den Ball. Männchen mit Schläger trinkt rechtzeitig aus seinem Stubbee und versucht zu treffen. Trifft er ihn, grölen alle umstehenden laut, triken aus ihrem Stubbee und der im Wasser versucht den Ball zu fangen. Wenn es ihm gelingt, kann der Werfer eines der Stöckchen umwerfen, Wicket schreien und aus seinem Stubbee trinken. Gelingt es ihm, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Gelingt es ihm nicht, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Trifft der Schläger den Ball nicht, grölen alle und trinken aus ihrem Stubbee und das Spiel geht von vorne los. Die Mädels kichern debil und trinken aus ihren Wodka Cruisern oder sonstiger Limo mit Alk drin.

So gegen 16 Uhr sind wir gegangen, da immer mehr Teenies aufgetaucht sind und die, die schon am Strand waren, reichlich angetrunken.

Es war jedenfalls ziemlich nett, da sich Ben mit der Kleinen der anderen Familie ein bißchen angefreundet hat und beide friedlich im Sand gespielt haben. Entgegen meiner Erwartung mußten wir Ben auch nicht alle fünf Minuten aus dem Wasser retten - Wasser ist zwar toll, aber naßwerden findet der Eumel grenzwertig. Besonders im Gesicht. Sand und Eimerchen sind viel besser. Ich war total happy, weil ich mal für ein paar Stunden total abgemeldet war. Eumel war so glücklich, der hat mich kaum beachtet.

Abends waren Jens und ich trotz Aufenthalts im Schatten und Sonnencreme leicht gegrillt, Ben hatte nichts, der hatte Mützchen und Sonnenanzug an - interesant fand ich, daß sein Badeanzug, bzw. die Farben, beim Waschen verlaufen sind. Nicht wasserfest...*augenroll* Aber immerhin hält er die Sonne ab, das ist die Hauptsache.

Um kurz vor neun Abends sind wir mit pseudowachem Eumel los (der ist wieder wachgeworden beim Hinlegen) und wollten uns das große Feuerwerk begucken, das am Darling Harbour stattfand. Von einem der Parks hier in der Nähe hat man einen tollen Blick. Leider war da das ein- oder andere Hochhaus im Weg, daher hat man von dem Feuerwerk leider nichts mitbekommen. Aber zur Entschädigung gabs Feuerwerk von einem der Kreuzfahrtschiffe, das wir gut sehen konnten. Ben fand es phantastisch.


Wannd er Knilch gestern ins Bett gegangen ist - darüber schweigen wir. Ich war jedenfalls so müde, daß ich meine Augen nicht mehr aufhalten konnte und bin vor Ben ins Bett...

Samstag, 26. Januar 2008

Ausgespuckt

Heute morgen beim Frühstück: Ben war eigentlich schon fertig, hat sich aber noch ein Stückchen Crumpet gemopst. Auf einmal kommt ihm die Idee, daß er Durst hat. Also rennt er zu Jens, grabscht sich die Flasche und wedelt damit. Jens schraubt die Flasche auf, der Eumel ist in einem Dilemma: er hat den Mund noch voll. Also, was tun?

Er hat in seiner rechten Hand ein geknülltes Küchentuch, das er sorgfältig auf den Boden legt. Die Bisse im Mund schiebt er mit der Zunge raus und spuckt diese auf den Boden. Er trinkt, danach bückt er sich und wischt mit dem Küchentuch über die ausgespuckten Stücke, als wolle er sie aufwischen. Kluges Kind!

Freitag, 25. Januar 2008

Mondfrau

Ich. Hier wurde es mir gesagt. Das Stöckchen hat die Zukunftsreisende mir zugeworfen. Gut so, ich habe mich schon gefragt, wo denn all die Stöckchen sind ;-)

Gefällt mir irgendwie, auch wenns Blödsinn ist. Mental Problems...pfüh...


You are The Moon


Hope, expectation, Bright promises.


The Moon is a card of magic and mystery - when prominent you know that nothing is as it seems, particularly when it concerns relationships. All logic is thrown out the window.


The Moon is all about visions and illusions, madness, genius and poetry. This is a card that has to do with sleep, and so with both dreams and nightmares. It is a scary card in that it warns that there might be hidden enemies, tricks and falsehoods. But it should also be remembered that this is a card of great creativity, of powerful magic, primal feelings and intuition. You may be going through a time of emotional and mental trial; if you have any past mental problems, you must be vigilant in taking your medication but avoid drugs or alcohol, as abuse of either will cause them irreparable damage. This time however, can also result in great creativity, psychic powers, visions and insight. You can and should trust your intuition.


What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.



Und sie, liebe Frau Kaleema und das Nebelmädchen, welche Tarotkarte sind sie denn?

Tick

Ben scheint's, hat einen neuen Tick: nach jeder Mahlzeit muß man ihm ein Tüchlein in die Hand drücken, damit er sich selbige daran abwischen kann. Es stört Sohnemann, wenn ihm was an den Fingerchen klebt, zumindest, wenn es sich um Sushireis oder Griesbrei handelt. Erstaunlich, ausgerechnet...!

Denkste Mami!

Ben wirkte müde. Müde, müde...so hab ich ihn angelegt, um ihn in den Schlaf zu milchen.

Er nuckelt und nuckelt und nuckelt und nuckelt ganz gemütlich mit offenen Augen vor sich hin. Bis er das hört, was ich bei ihr gefunden habe. Was macht der Knilch? Hört auf zu nuggeln, setzt sich auf und swingt begeistert mit. Nix mit Schlafen oder so...ich denke, den Versuch geben wir auf und probieren es in einer Stunde noch mal.

Eumel, der!

Abflug

Ben hat das Kehrblech in der Hand und fängt, die Treppe raufzukrabbeln - er will mir nach. Plötzlich rutscht er auf der dritten oder vierten Stufe ab (durch das Blech in der Hand), macht einen Überschlag, stößt mit dem Kopf an und schlägt rücklings auf den Boden.

Meine Güte, ich bin immer noch am Zittern. Kinder und Besoffene...Ist nix passiert, nicht mal eine Beule. Puh, drei Schutzengel gleichzeitig gehabt oder so.

Und was macht der Knallkopf, nachdem er sich genug getröstet fühlt? Jammert. Er will wieder die Treppe rauf.

Neues Center, neues Glück

Neues Center heute besichtigt, ich würde ja gar nicht darüber schreiben, aber...nun ja, es war sehr nett. Wenn das nicht so teuer gewesen wäre, dann hätte ich Ben direkt heute angemeldet. Der Eumel war auch recht begeistert und wäre am liebsten gleich dageblieben - Spielzeug! Kinder! Spielzeug! Was zu essen!

Nun ja, leider total...ich wollte eigentlich jetzt nur ein paar dieser sehr teuren Einrichtungen begucken, um zu gucken, was da so besonderes dran ist. Ich nehme an, es ist einfach der Stadtteil oder so.

Witzig fand ich das Gespräch im Büro der Leiterin. Ben wurde losgelassen auf die Büroeinrichtung und hat alles erst mal sehr sehr neugierig durchwühlt. Er wollte halt alles "haaabbnn!": Stifte, Knöpfchen am Telefon, Kisten auspacken und so weiter.

Erst gab es ein bißchen allgemeines blabla, dann unterbrach die Leiterin, betrachtete Ben und sagte zu mir: "He's very inquisitive, isn't he?" (Auf Deutsch: Neugierig ohne Ende) - "Jo!"

Wieder blabla, dann: "he's pretty active..." - "Yeah!"

Wieder blabla, schließlich: "How old is he, you said?"

Man siehe und staune, er war zu dem Zeitpunkt immer noch 14 Monate alt. Wie schon zehn Minuten vorher. Wie einen Tag vorher, als wir miteinander telefoniert hatten. Da ich denke, daß die Dame schon viele Kinder in ihrem Leben gesehen hat, hat mich das so ein bißchen beunruhigt...

Erstaunlich

ich sitze hier am Rechner und Kindelein spielt friedlich neben mir? Kann ja gar nicht sein. Allerdings hat der Friede gleich ein Ende, Kindelein müffelt dezent...

Creme

Heute morgen, kurz vor acht: ich stehe in der Küche und koche - wie jedes gute Hausweibchen - Kaffee. Plöltzlich ertönt ein lautes "NAAAAINNN!" aus dem Badezimmer. Ich stürze in den Nebenraum - denn da ist ja das Badezimmer - und sehe Kindelein vergnügt auf den Boden hocken, beide Hände mit Jens' teurer Anti-Falten-Creme verschmiert. Glücklich leuchtende Augen sehe ich, als Kindelein mir stolz die Dose präsentiert, die es ganz alleine von irgendwo gemopst und geöffnet hat.

Er kann also Schraubverschlüsse tatsächlich aufmachen. lang genug hat er es ja geübt. Da wurde seit Wochen schon sekunden-, ja teilweise minutenlang konzentriert an Gefäßen mit Schraubverschlüssen trainiert. Ohne Erfolg bislang.

Mit dem Zumachen hapert es aber noch. Da wird der Deckel inzwischen normalerweise schief auf das Gefäß geknallt, einmal alibimäßig dran gefummelt - "DA!" - fertig. Dat Kind hat keine (oder nur sehr wenig) Geduld. Ich frage mich, von wem er das bloß hat?

Donnerstag, 24. Januar 2008

Was mich momentan nervt

...ist die Tatsache, daß ich ständig von Ben umgeben bin. Nicht falsch verstehen, ich bin gerne mit ihm zusammen. Was ich meine ist, daß er mich total mit Haut und Haaren vereinnahmt. Das nervt zur Zeit ein bißchen.

Ich "darf" nichts machen, in das Mössjöh nicht involviert ist. Er hat nichts dagegen, wenn ich beim Spielen auf dem Boden sitze und nichts mache. Setze ich mich aber an den Rechner, ist der Teufel los. Dann gibt es Geschrei, Kindelein drängelt sich dazwischen, will auf den "Aaaahm" und heult so lange, bis ich wieder friedlich nichtstuend in der Ecke sitze.

Es gibt Tätigkeiten, die ich "darf" wie Wäsche waschen und aufhängen, Staubsaugen, Wäsche einräumen. In der Küche stehen und spülen oder kochen ist dagegen kritischer. Wenn ich Glück habe, läßt sich Mössjöh mit einer Schale Obst ablenken. Wenn ich Pech habe, hampelt er an mir hoch, krallt sich in meinen Rockzipfel, will auf den "Aaaahhm" und schiebt mich von der Arbeitsplatte weg. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.

Mittagsschlaf geht nur, wenn ich im Raum bin, bzw. ihn direkt angelegt habe. Lege ich ihn ins Bett, komt spätestens nach 20 Minuten, oft auch früher, ein klägliches Heulen aus dem Schlafzimmer, Mössjöh steht auf und so weiter (s.o.). Das Problem Abends mit dem späten Einschlafen ist ja hinlänglich bekannt. Aber auch da könnte ich ja Jens einspannen - wäre da niht das kleine Problemchen, daß Mössjöh hysterisch wird, sobald ich außer Sichtweite bin. Er fängt derart an zu jammern, daß ich nach spätestens fünf Minuten wieder eingespannt werde. Vernünftiges Arbeiten ist da kaum noch möglich.

Langsam kotzt mich das an. Und dann muß ich mir noch anhören, ich hätte eine "mangelnde Disziplin", was meine Arbeit angehe. Wenn ich nur richtig wollte, dann könnte ich mir auch die Zeit nehmen...ich muß mich aber auch darauf konzentrieren können. Wenn da jemand ist, der in den höchsten Tönen jammert, sobald ich mich mit was anderem beschäftige... Ich bin ja momentan nicht mal in der Lage, mich auf einen popeligen Roman zu konzentrieren (Aber aufs Bloggen, jaja, immer diese Ausreden...). Und abends um zehn fange ich auch nicht mehr an, meine Siebensachen zusammenzukramen und zu schreiben - o.K., doch mangelnde Disziplin :-(

Und wieder

...ist es schon fast zehn. Mössjöh saust fröhlich lachend unten herum und hat (hoffentlich) nicht so ganz gemerkt, daß ich grad nicht da bin....äh doch, ich habe ihn jetzt nach einem kurzen Päuschen auf dem Schoß und milche ihn in den Schlaf. Dieses hibbelige Herumgerenne unten hat mich gerade wahnsinnig gemacht. Hoffen wir, daß die Windel sauber bleibt, so was wie gestern brauche ich nicht noch mal.

Der Tag heute war auch kein bißchen aufregend oder so. Ich bin mit Ben nach seinem Nachmittagsnickerchen noch mal aufgebrochen, um den BEvW zu treffen. Heute ist unser Einkaufstag, Jens kommt direkt von der Arbeit mit dem Auto zum Shopping-Center, ich fahre mit Ben mit dem Bus. Natürlich eine Buslinie, die keine kinderwagenfreundliche Einrichtung hat - d.h. Bus mit Stufen und nicht mal Platz, den Buggy irgendwo abzustellen. Daher lasse ich den zu Hause und schnalle mir Ben mittels Ergo auf den Bauch.

So auch heute. Das Problem heute war, daß die Busse einen Tacken zu früh gekommen sind (oder meine Uhr nachgegangen ist...*räusper*). Nur ein, zwei Minuten. Als der Bus kam, war ich noch etwa 250 m entfernt von der Bushaltestelle. Der Bus kam, ich fing an zu laufen. Mit Ben auf den Bauch geschnallt, der die Hüpferei wahnsinnig lustig fand. Nun ja, ich bin gelaufen - etwa im Tempo einer rheumakranken Schildkröte - der Bus an mir vorbei, ich winke, um dem Fahrer zu signalisieren, daß ich auch einsteigen will. Der Bus hält an der Bushaltestelle (naja, wo auch sonst)...nur noch 100 m...jemand steigt aus...50 m, ich komme näher...ich bin fast an der Hintertür...die Vordertür geht zu...ich brülle "STOOOOOPPP!!!"...der Bus fährt los. Ich brülle "AAAAAA***LOOOCH!" - zwecklos, dieser blöde Bus ist weg. Keiner der Leute, die an der Bushaltestelle auf einen anderen Bus gewartet haben, haben es nur mal für nötig gehalten, den Bus aufzuhalten. Der Busfahrer hat mich gesehen und ist trotzdem gefahren - obwohl er zu früh dran war. Nur 30 Meter. ICH WAR SO SAUER!

Das gleiche Drama übrigens beim nächsten Bus, 15 Minuten später. Ich habe natürlich nicht an der besagten Bushaltestelle gewartet, da wäre Ben nicht zum Aushalten gewesen, wenn ich das gemacht hätte. Ich bin bis zur nächsten Haltestelle gelaufen. Und zur nächsten. Zur nächsten, zur nächsten, zur nächsten...das war schon zu weit. 150 Meter von der Bushaltestelle, der Bus kommt...nun ja, diesmal war einer da, der sich in den Buseingang gestellt hat. Aussehen kann täuschen: der Typ sah nämlich so nach Asi aus in seinem Vokuhila-Oliba und Fallschirmseidenjogginghöschen...Danke jedenfalls.

In dem Shoppingcenter mußte ich noch auf Jens warten und habe mir zur Überbrückung ein Käffchen geholt, das scheinbar allein durch den Duft sehr anregend auf Ben gewirkt haben muß ("haaaaben!!"). Ich habe ihn aus dem Ergo gelassen in dem naiven Glauben, daß allein der Begehr nach meinem Kaffebecher ihn in meiner Nähe halten würde. Das nächste was ich weiß ist, daß ich mit Riesenwickeltasche über der Schulter, Ergo noch am Bauch befestigt mit am Boden schleifender Kapuze, Kaffee in der Hand "Beeheen! Komm zurück!" gebrüllt habe, während Sohnemann glücklich quietschend herumgelaufen ist. Ich immer hinter ihm her.

Irgendwann kam er an der Treppe an, ich hatte mich zum Glück so weit organisiert, daß ich zumindest eine Hand halb frei hatte, an der Kindelein sich festhalten konnte und die Treppe hochlaufen konnte. Lieber Himmel, war der Kleine glücklich, die Treppe "richtig" erklommen zu haben und nicht hochgekrabbelt zu sein. Danach ist er wie ein überladenes Duracellhäschen weitergelaufen: vorbei an Papa, links am Schlüssel- und Schuhservicestand vorbei, eine Kehrtwendung rechts, am Bob-der-Baumeister-Trecker-für-Kinder vorbei, geradeaus weitergerannt mit Zwischenstopp am Sockenparadies. Ich immer hinterher, Kaffee in der einen, Ergo in der anderen Hand, Riesenwickeltasche über der Schulter: "Beeeeheeen, zurück! Geh zu Papa...BEEEHHHHNNNN!"

Ein lautes "Haaaaben!" als er den Muffin-Outpost in dem Center gefunden hatte, nur noch übertroffen durch die Faszination Rolltreppe "DAAAH! Haaaben! Haaaabeeeen!!!!"...mir sträubten sich die Haare. Ich entschließe mich, mich durch meine Siebensachen zu wühlen, eine dritte Hand wachsen zu lassen, nehme Sohnemann fest an diese und besteige die Rolltreppe. Ben glücklich. Will hochsteigen. Ich kralle mich in seine Hand. Oben angekommen wollte er direkt wieder runter. Mir bricht der Angstschweiß aus, ich kralle mich noch fester in seine Hand und zerre ihn in Richtung...egal, Hauptsache weg von dieser Rolltreppe. Die wäre mit freien Händen locker zu managen gewesen, nur ich habe mich nicht getraut, mir die Zeit zu nehmen, meine Hände frei zu machen. Zumindest bleibt die Frisur sitzen und im Kaffeepott ist auch noch was drin. Ich lasse Kindelein los, das wieder Geschwindigkeit aufnimmt.

Ben rennt wieder weiter, macht auf meinen dezenten Hinweis "Da ist der Papa." kehrt, rennt in die entgegengesetzte Richtung, ich grabsche mit letzter Kraft seine Hand und zerre ihn wieder in Richtung Papa mit Einkaufswagen. Zum Glück rennt er danach freiwillig in die richtige Richtung und wird von BEvW aufgefangen. Ich kann in Ruhe meinen Kaffee austrinken ("Haaaben! Habbben! HAAABEN!!") und drücke dem Kindelein den leeren Kaffeepott in die Hand, das von nun an glücklich daran nuckelt und uns in Ruhe einkaufen läßt.

Flau

Mir war heute ganz flau. Da habe ich doch immer groß getönt, daß es mir gaaar nichts ausmachen würde, mein Kind auch abzugeben, ja ich würde mich drüber freuen. Und überhaupt sind doch alle, die sich darüber beklagen, ihr Kind für zwei Stunden bei den Großeltern lassen zu müssen, Ignoranten, die keine Ahnung haben, wie gut es ihnen geht. Und so weiter.

Große Klappe, nix dahinter, wie sich heute gezeigt hat ;-).

Wir waren zur Besichtigung in einem Childcare Center,wo mir die diensthabende Offizierin Betreuerin gesagt hat, daß Ben theoretisch nächste Woche schon anfangen könnte...*schluck*

Aber ich fand es wieder ein wenig klein. Netter als das letzte, da nicht ganz so steril, aber kleine Räume. Und es haben sehr viele Kinder geweint. Ich frage mich, ob das ein schlechtes Zeichen ist? Allerdings - das muß man dazu sagen - war gerade Schlafenszeit und ich bin am Babyschlafraum vorbei gegangen. Und dann diese Betreuerinnen: so ganz junge Dinger ohne Erfahrung. Die Betten sahen so unbequem aus (aber ungemein praktisch, die kann man bei Nichtgebrauch übereinander stapeln), das Essen sah fies aus und die Kinder erst...

Aber ehrlich gesagt: Nächste Woche schon?! Mein kleines süßes Baby? Einfach in so eine Verwahranstalt so ganz ohne Mami und das für den ganzen Tag? NEEEIIIINNN! *Heul*...so oder so ähnlich.

Wir aber wohl doch nix, ist immer noch zu teuer (*erleichtersseufz*).

Auf den Schock gab es erst mal Retail Therapy, wo ein brandneues Zelt Kleid für mich herausgesprungen ist (im Sale sogar :-)).

Jetzt werden wir es anders versuchen: ein wenig mehr außerhalb dürfte es wieder günstiger werden. Theoretisch kann Jens den Kleinen ja mitnehmen, wenn er zur Arbeit fährt. Wieso wir nicht gleich drauf gekommen sind?

Ich glaube, das ist einer der blödesten und fiesesten Frösche, dem ich jemals über den Weg gelaufen bin...bis auf meinen aufgequollenen Ochsenfrosch natürlich, den nichts und niemand so schnell loswird :-(. Aber ich kill' beide, ganz feste versprochen!!!

Kriegsbemalung

Ben hat sich einen Stift gemopst und malt sich gerade blau an...Er kann sogar den Deckel wieder drauffummeln und spielt jetzt auch so: Deckel rauf, Deckel runter, Deckel rauf, und so weiter. Ich bin beeindruckt. (Und sehe gerade, daß er es geschafft hat, den Stift zu ruinieren - die Spitze ist krumm). Hach ja, mein süßes blaues Baby...*lol*

Mittwoch, 23. Januar 2008

Schlaflos

Toll, Windel voll, danach war er wieder munter und seitdem turnt er hier herum. Keine Chance mit gar nichts. Schlafen ist für Weicheier! Daß er vielleicht mal zwei Minuten ruhig liegen muß und warten muß, bis er einschläft...bis halb zehn oder so sage ich ja nicht mal mehr was. Aber 23 Uhr ist mir zu heftig. Ich will nicht nur Feierabend, ich will ins Bett und Ruhe!

Na super!

Klasse! Da ist Ben mal vor 22 Uhr eingeschlafen, sogar vor 21 Uhr, bzw. vor 20 Uhr. Freude, Halleluja, Jubeltrubel und so weiter.

Und nu? Es liegt was in der Luft, ein ganz besondrer Duft...und es ist garantiert kein Mel***ta

Mist, Mist, Mist, Mist. Sozusagen

Ich weiß nicht recht

Ich weiß jetzt nicht so genau, ob ich nicht doch lieber zur Konkurrenz wechseln soll. Die bieten inzwischen mehr Platz - das war nämlich bisher immer der Hintergrund für mich, bei Blogger zu bleiben, obwohl die Konkurrenz schönere Disängs bietet. Schwierig, mal nachgrübeln.

Noch keine 8

...und Ben ist müde wie Hund. Er ist jetzt gerade dabei, einzuschlafen. Er hat den ganzen Tag draußen gespielt, vielleicht war es das? Wenn sich das so einpendelt, dann klage ich nicht mehr :-). Außer natürlich, es wird so wie letzte Nacht, wo er so herumgetobt hat, daß er mich x-Mal wach gemacht hat - natürlich ohne selber richtig aufzuwachen. Das war nur 3 Mal der Fall.

Ansonsten kann er seinen Becher selber halten und daraus trinken - er macht es nur nicht. Außer, wenn ich gerade mal keine Zeit habe und er gezwungen ist, selber tätig zu werden.

Er hat mir heute beim Wäscheaufhängen geholfen, statt die Wäsche nur herunterzureißen. Da an dem Wäscheständer ziemlich weit unten auch noch Sprossen sind, an die Ben heran kann, hat er kurzerhand Wäsche aus dem Korb genommen und die über den Ständer geworfen. Natürlich geknüllt, aber es geht ja ums Prinzip.

Er hat einen weiteren Backenzahn bekommen, ganz still, heimlich und leise kam der Ömmel rechts unten durch. Jetzt hat er zehn, der rechte Eckzahn oben blitzt auch schon durchs Zahnfleisch.

Noch ein Filmchen

Ben spielt. Er tut so, als ob er ißt. Komischerweise phantasiert er das lieber als es tatsächlich zu tun...*grrr* Ob er jetzt schon einen imaginären Freund hat, kann ich nicht sagen. Aber ich fand es zu witzig, was er da macht. Ich bin mir sicher, er killt mich irgendwann dafür, daß ich das gefilmt habe ;-)
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Wäsche

Ich sortiere gerade Wäsche ein. Ben schnappt sich eine meiner Unterhosen und will sie "haabn!"

Muttern verwundert: "Aber du hast die doch schon?!"

Ben weiter mit seinem "habbn! haabn!", hält sie in die Luft und versucht, sich das Teil anzuziehen...

Ähhhh, ja...

Handpuppe

Gerade hat sich Ben seine komische Handpuppe angezogen und sich gefreut wie Oscar, daß er kapiert hat, wie das geht :-)

Das kommt davon...

Das kommt davon: da gibt man immer ein, zwei Spritzer Zitronensaft ins Wasser, damit es besser schmeckt und was ist? Kindelein macht es nach! Es gab übrigens Riesengekreische, als ich ihm die Flasche weggenommen habe, da ich keine Lust auf zu viele Pfützen im Wohnzimmer hatte. Er ist hinter mir hergerannt und hat gebrüllt. Na toll! Gut nur, daß ich eine leere Flasche Zitronensaft übrig hatte, das hat ihm nix ausgemacht, daß da nix rauskam...:-)
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